Aktuelle Erfahrung mit Kita in Baden-Württemberg?

      Aktuelle Erfahrung mit Kita in Baden-Württemberg?

      Hallo!
      Unsere Tochter ist jetzt 8 Monate alt und sollte mit einem Jahr in die Krippe gehen. Unsere große Tochter ist schon in einer integrativen Krippe, sodass ich eigentlich ganz zuversichtlich war, dass sie die Kleine dort auch nehmen könnten. Sie wird mit Lanreotid behandelt, ihre BZ-Werte sind stabil, es muss halt Blutzucker gemessen werden.
      Letzte Woche kam nun die Nachricht von der Krippe, dass sie sie "ersteinmal" nicht aufnehmen werden, solange, bis keine BZ-Messungen mehr notwendig sind (?!?!). Sie wollten sich auch im Vorfeld das BZ-Messen nicht zeigen lassen und waren da sicher recht ängstlich, dass sie etwas falsch machen könnten. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich die "Bestimmungen" sind, die sie davon abhalten, oder ob es auch im Ermessen der Krippe liegt, die BZ-Messungen durchzuführen. In letzterem Fall könnte man vielleicht noch versuchen, mit mehr "Aufklärung" die Ängste etwas abzubauen. Wenn sie sie tatsächlich nicht aufnehmen "dürfen", wäre das natürlich müßig. Aber eigentlich kann ich mir das schwer vorstellen. Hat jemand aktuelle Erfahrungen mit Krippen in Baden-Württemberg?
      hallo,
      ich dachte, in D gibt es einen rechtsanspruch auf kita??? und was ist das argument, wo sie doch eh eine integrationsgruppe sind? ich würde bei der übergeordnetetn stelle nachfragen, wenn ein weiteres gespräch mit der direktorin nichts bringt. wenn sie auch schon erfahrung haben, ist es oft so, dass sie es nicht wollen....
      Ich glaube es hängt etwas am Träger und ist immer eine Einzelfallentscheidung. Leider wollen viele I-Kitas am liebsten nur Kinder mit einem leichten Down-Syndrom die nebenherlaufen. Es wird wohl noch lange dauern bis sich Integration-Kitas auch so verhalten wie es der Name sagt.

      Wir in Berlin hatten Glück mit unserer Kita, und bei uns ist das Zuckermessen noch die kleinste Herausforderung bei Joshua. Wie dem auch sei, ich hatte auch oft den Eindruck das die Angst vor dem Messen die größte Hürde ist. Nehmt am besten immer ein Gerät mit und zeigt es gleich an Ort und Stelle wie es geht und wie wenig Arbeit es eigentlich ist. Oft staunen die Leute nur und verstehen dann wie wenig Mühe das eigentlich macht.

      Wir nutzen übrigens den Accu-Check Mobile, da man hier nicht so viel umstecken muss und das Gerät einfach zu bedienen ist, konnten wir nochmals etwas die Angst nehmen. Evtl. hilft das auch manchmal schon gegenüber den Geräten wo man vorab noch alles anbauen muss. accu-chek.de/produkte/de/blutzuckermessung/mobile/index.jsp

      Wir in Berlin sind natürlich von der Dichte der Kitas verwöhnt (was auch für uns die Suche nicht einfacher gemacht hat) und ich kann euch daher nur die Daumen drücken. So oder so, prüft auch den Rechtsweg und holt euch unbedingt Beratung bei Elternvereinen und Jugendamt.
      Hallo Disa,

      ich kann zwar nicht für Baden-Württemberg sprechen, aber in unserer Kita (Berlin) ist das BZ-Messen kein Problem. Ich denke, es ist eher eine Einstellungssache der Kita. Manche wollen schlicht nicht und das zeigt auch die Aussage, dass sie es sich erst gar nicht zeigen lassen wollen. Sicherlich haben sie Berührungsängste. Da ihr bereits eine Tochter in der Kita habt, wäre es natürlich von Vorteil, wenn beide Kinder in dieselbe Kita gehen könnten.

      Vielleicht versuchst du nochmal mit ihnen zu sprechen. Was war dein bisheriger Eindruck von der Kitaleitung? Unsere war immer sehr aufgeschlossen und versucht alles zu ermöglichen was geht. Ich würde zunächst das Gespräch suchen. Inwieweit ein rechtlicher Anspruch besteht kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass theoretisch jede Kita in Deutschland eine Integrationskita sein sollte, aber du siehst ja wie sehr das Jugendamt mit der Prüfung hinterher ist. Und wenn sie partout nicht wollen, werden sie auch einen Weg finden, das dem Amt gegenüber nachzuweisen. Dann heißt es eben, dass sie die entsprechenden Kapazitäten nicht haben, etc.

      Verdeutliche einfach, dass ihr die Kita mit dem "Problem" nicht alleine lassen wollt und entsprechende Schulungen anbietet und für Fragen immer da seid. Gerade wenn deine Tochter so stabil ist sehe ich gar kein Problem.

      lg
      Kathrin